,,Wie kann man der Natur, dem Meer verbunden sein, ohne sich für die Aufrechterhaltung dieses wichtigen Lebensraumes einzusetzen?‘‘ – das fragen sich Juliane Müller, ihr Mann Henning und ein befreundetes Paar als sie 2015 gemeinsam mit ihren Kindern durch Frankreich und Spanien reisen, um ihrer Leidenschaft für den Wassersport nachzugehen. Dabei werden sie auf die Verschmutzung der Meere und die immer schlechter werdende Qualität aktueller Surfmode aufmerksam. Entschlossen dies zu ändern, gründen die beiden Familien im darauffolgenden Jahr das Hamburger Surfwearlabel Waterkoog und bieten seitdem mit ihren simplen und nachhaltigen Hoodies, T-Shirts und Mützen eine Alternative zu herkömmlicher Surfwear.

Wir haben mit Juliane Müller, der Mitgründerin von Waterkoog, gesprochen und sie gebeten uns von der Vision des Labels und ihrem Verständnis von Nachhaltigkeit, sowie der gemeinsamen Kampagne mit dem Eco-Lifestyle Magazin Peppermynta zu erzählen.

 

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Foto: Waterkoog

 

,,Waterkoog‘‘ – Wie seid ihr auf den Namen eures Labels gekommen, was bedeutet er und wer verbirgt sich dahinter?

In der Straße zum Wasserkoog irgendwo in Dithmarschen hat alles begonnen. Dort trafen sich die beiden jungen Gründerfamilien, wurden ein Herz und eine Seele und schnitten ein Loch in die Gartenhecke ihrer benachbarten Gärten. Außerdem ist water (also Wasser) ja auch ein zentrales Thema für uns als Wassersportler.

 

Mission & Vision: Was hat sich Waterkoog zum Vorsatz gemacht?

Wir lieben es, mit Familie und Freunden bei uns im Norden Zeit auf, am und im Wasser zu verbringen. Egal ob das Wetter schlecht, die Welle klein und das Wasser kalt ist.
Genau dieses tolle Lebensgefühl möchten wir mit unseren Produkten (Shirts, Mützen, Prints uvm) in den Alltag transportieren.

Dafür lassen wir langlebige Klassiker produzieren, keine Kollektionen, die nach einer Saison out sind. Wir sehen unsere Produkte als eine Art Begleiter.

 

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Foto: Waterkoog

Auf eurer Website heißt es, ,,der Gedanke der Nachhaltigkeit wird in allen Prozessschritten verfolgt und stetig optimiert.’’ – Wie definiert Waterkoog Nachhaltigkeit?

Ein wichtiges und sehr zentrales Thema ist bei uns die Nachhaltigkeit. Diese versuchen wir in all unsere Prozesse einzubinden, von der Entwicklung der Produkte, über den Versand (primär mit DHL go green) bis hin zu dem Kontakt zu Partner und Kunden. Wir wollen nicht voreilig handeln, alles soll im eigenen Tempo und aus sich heraus ein gutes Gefühl vermitteln.

Es gibt bei uns viele verschiedene Produktbereiche. Wir benutzen beispielsweise Textilwaren, die fairtrade und biozertifiziert sind. Unser Print (The North) ist ein in Deutschland in Handarbeit hergestellter und Eco-zertifizierter Letterpress. Unsere Mützen sind aus reiner Schurwolle und ebenfalls in Deutschland gefertigt. Gerade als Kinder der Gezeiten liegt uns der Schutz der Meere sehr am Herzen.

Wir wollen zeigen, dass jeder kleine Schritt zum Erhalt unseres Planeten beitragen kann. Viele kleine Schritte summieren sich zu etwas Wundervollem.

 

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Foto: Elena Zauke

Im vergangenen Sommer habt ihr gemeinsam mit dem Eco-Lifestyle Magazin Peppermynta die Kampagne STAND-UP! ins Leben gerufen. Was verbirgt sich dahinter? Was hat euch euch zu dieser Entscheidung bewegt und was war das Ziel der Kampagne?

Die Welt um uns herum zeigt, wie wichtig Engagement und Haltung heutzutage sind. Unser Ziel war es, im Sommer der Bundestagswahlen ein Zeichen gegen Ignoranz und Politikverdrossenheit zu setzen, Engagement von Leuten zu zeigen und damit andere zu inspirieren. STAND UP steht im Surfkontext für das Aufstehen in der Welle, für das Stand up Paddling, aber vor allem auch für das Aufstehen, um Haltung zu zeigen.

Gemeinsam mit Peppermynta entwickelten wir eine Kampagne, bei der jeder unter #standupsummer zeigen konnte, wofür er aufsteht. Auf www.standupsummer.de kann man viele Akteure und ihre Statements sehen. Unter anderem zeigen dort die Schauspielerin Jessica Schwarz, die Surf Legende Laird Hamilton und viele andere tolle Menschen, wofür sie einstehen und inspirieren so wieder andere. Wir haben ein Statement-Shirt mit dem STAND UP-Print kreiert, das das Thema in die „reale“ Welt transportiert. Von jedem verkauften Shirt fließen 5 € an die Trinkwasserinitiative Viva con agua.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle Teilnehmer und Supporter! Eure Statements und Geschichten (ob u.a.Tierschutz, Gleichberechtigung, Akzeptanz des eigenen Körpers oder Naturschutz) haben uns wahnsinnig gefreut, bewegt und inspiriert – gemeinsam können wir etwas bewegen – keep Standing up!

 

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Foto: Olaf Heine

Zum Abschluss: Welchen Rat würdest du jungen Menschen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen möchten, mit auf den Weg geben?

Nicht lang schnacken! Ärmel hochkrempeln und anfangen!

Denn den größten Fehler, den man zweifelsohne begehen kann ist, nichts zu tun. Und wenn mal was daneben geht, dankbar sein und daraus zu lernen… Ich glaube auch, das gilt nicht nur für junge Menschen!

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Juliane für die Zeit, die sie sich für uns und das Beantworten unserer Fragen genommen hat.

Du willst mehr über Waterkoog und die Stand-Up! Kampagne erfahren?
Weitere Informationen findest du auf https://www.waterkoog.de/ und https://www.standupsummer.de/ sowie deren Facebook und Instagram Account.

 


Über die Autorin:

sofia-rundSofia Gutekunst
Public Relations
Sofia studiert im vierten Semester Anglistik und BWL im Bachelor und ist seit Herbst 2017 Teil des PR-Ressorts bei Infinity. In ihrer Freizeit liebt sie es auf ihrem Fahrrad die Quadrate-Stadt zu erkunden, neue Sprachen zu lernen und in ferne Länder zu verreisen.